Gesunde Frucht

Der Kürbis zählt zu den Obst und Gemüsearten, die köstlich schmecken und zudem die Gesundheit fördern, ohne dabei dick zu machen.

Gesundes Kürbisfleisch
Der Brennwert des Kürbis liegt bei 25 kcal oder 104 kJ/100 gr. Dem „Kaiser des Gartens“ gebühren auch medizinisch betrachtet hoheitliche Würden. Samen und Kernöl gelten in der Naturheilkunde wie Schulmedizin als hochwirksame Heilmittel im Bereich der Blasen- und Prostataleiden. Das Fleisch der Kürbisse unterstützt diese Wirkung der Kerne.
Rohes Kürbismus unterdrückt zudem einen durch Reisekrankheit oder Schwangerschaft hervor gerufenen Brechreiz. Neben dem hohen medizinischen Wert besticht auch der Blick auf für die Ernährung wichtigsten Inhaltsstoffe.
Die Kürbisse stehen den ganzen Winter über frisch Zur Verfügung, da sich die viele Sorten bei 15-20 Grad C problemlos bis zum Frühling lagern lassen.

Inhaltsstoffe in 100 gr Kürbisfleisch:

Wasser 88,0 g
Kohlenhydrate 8,0 g
Eiweiß 1,0 g
Fett 0,1 g
Ballaststoffe 2,3 g
Vitamin B1 0,05 mg
Vitamin B2 0,07 mg
Vitamin B3 0,7 mg
Vitamin B5 0,4 mg
Vitamin B6 0,1 mg
Vitamin C 12,0 mg
Vitamin E 1,1 mg
Folsäure 0,01 g
Org. Säure 0,2 g
Kalium 385 mg
Phosphor 44,0 mg
Kalzium 25,0 mg
Magnesium 8,0 mg
Eisen 0,8 mg
Zink 0,1 mg

Bestechend hoch ist der Gehalt an Karotinoiden, vor allem bei Sorten mit intensiv orangegefärbtem Fruchtfleisch. Karotinoide beugen nicht nur effektiv Herz- und Kreislaufkrankheiten vor, sie enthalten auch wirksame Waffen gegen Krebs. Nach der Karotte liefert der Kürbis (5 mg/g) am meisten Karotinoide. Während Spargel und Erdbeere im Frühling entschlacken, übernimmt der Kürbis diese Aufgabe im Herbst. Kürbisfleisch wirkt entwässernd und harntreibend. Leichte Wasseransammlungen im Gewebe werden aufgelöst und Giftstoffe ausgeschwemmt.

Nahrhafte Samen
Kürbiskerne liefern ein hochwertiges Öl mit optimaler Fettzusammensetzung: 80 % des Öls besteht aus ungesättigten Fettsäuren. Auffallend hoch ist der Vitamin E-Gehalt mit 30 mg/100 g Kürbiskernen. Noch mehr Vitamin E bieten nur ungeschälte Leinsamen. Zudem gelten Kürbiskerne als reichste pflanzliche Quelle für Zink mit 6 mg/100 g. Das entspricht dem halben Tagesbedarf. Zink ist lebensnotwendig für zahlreiche Enzyme. Zink-Mangel kann zu Unlust, Depressionen, vorzeitigem Ergrauen und Zwergwuchs führen. Auch die Selenwerte liegen vergleichsweise hoch. Selen schützt wie die Karotinoide vor Krebs. Zudem aktiviert dieses Spurenelement das Immunsystem, reguliert den Blutdruck und beugt Arteriosklerose vor.

Quelle: Dr. Helga Buchter-Weisbrodt, Gemüse 10/2003